Die Regensburg Phoenix haben das ostbayerische Derby in der GFL Süd am 8. August mit einem deutlichen 42:14-Auswärtssieg bei den Straubing Spiders für sich entschieden und dabei über vier Viertel hinweg genau den Football gespielt, der den Verein auszeichnet: physisch, effizient, kompromisslos.
Schon der erste Drive setzte den Ton. Nach einem kurzen Kickoff-Return übernahm die Offense an der eigenen 26 und marschierte ohne zu zögern übers Feld. #26 Nebechi Abana fand sofort seinen Rhythmus, #12 Cameron Yowell verteilte den Ball präzise und #7 Lukas Birkel sorgte mit einem langen Catch für den ersten Big Play des Tages. Wenige Momente später erreichte der Ball die Endzone und die Phoenix führten 7:0 und hatten das Momentum fest in der Hand.
Straubing versuchte, mit Läufen und kurzen Pässen gegenzuhalten, doch die Regensburger Defense war von Beginn an präsent. Sie zwang die Spiders zu Incompletions, stoppte mehrere Läufe früh und ließ kaum Raumgewinn zu. Der erste Straubinger Drive endete im Punt und die Phoenix-Offense legte sofort nach. Abana arbeitete sich mit mehreren kraftvollen Läufen nach vorne, #11 Malik Small sorgte für wichtige Yards durch die Luft und ein Roughing the Passer gegen die Spiders brachte Regensburg in die Red Zone. Abana vollendete selbst zum13:0.
Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte setzte die Defense den ersten großen Wendepunkt. Die Phoenix-Defense erzwang einen Fumble, Regensburg sicherte den Ball und nutzte die Chance eiskalt. Yowell fand Small für einen langen Raumgewinn und anschließend #2 Nicolas Hayes für den nächsten Touchdown. Die anschließende Conversion war erfolgreich und die Phoenix erhöhten auf 21:0. Doch damit war die erste Hälfte noch nicht vorbei. Ein weiterer dominanter Drive, getragen von Abanas Läufen und Yowells Ruhe in der Pocket, endete erneut bei Hayes in der Endzone. Mit 28:0 ging es in die Kabine. Ein Derby, das zu diesem Zeitpunkt bereits klar in Regensburger Händen lag.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild nicht. Die Phoenix-Offense blieb im Rhythmus, die Spiders fanden keine Antworten. Yowell bediente seine Receiver für kurze Raumgewinne, bevor Hayes erneut zuschlug und seinen dritten Touchdown des Tages erzielte. Das 35:0 war Ausdruck der kompletten Kontrolle, die Regensburg über das Spiel hatte.
Straubing gelang im dritten Viertel ein Lebenszeichen und verkürzte nach einem langen Drive auf 35:8. Doch die Phoenix reagierten sofort. Ein weiterer Ballverlust der Spiders brachte Regensburg in eine gute Ausgangsposition und Abana übernahm erneut das Kommando. Mehrere Läufe über zweistellige Yards brachten die Offense tief in die gegnerische Hälfte, bevor Hayes seinen vierten Touchdown fing und den alten Abstand wiederherstellte (42:8).
Im Schlussviertel kamen die Spiders noch einmal in die Endzone und verkürzten auf 42:14, doch die Phoenix ließen nichts mehr anbrennen. Die Defense kontrollierte das Feld, die Offense spielte die Uhr souverän herunter, und das Team zeigte bis zum letzten Snap die physische Präsenz, die den gesamten Tag geprägt hatte.
Am Ende stand ein Derby, das die Phoenix in allen drei Mannschaftsteilen dominierten. Yowell mit fünf Touchdown-Pässen, Hayes mit einer herausragenden Leistung, Abana mit konstanten, harten Yards und eine Defense, die mehrere Ballverluste erzwang und Straubing über weite Strecken komplett aus dem Rhythmus brachte. Ein Sieg, der nicht nur deutlich war, sondern die Identität der Phoenix widerspiegelte: Energie, Präzision und der unbedingte Wille, jedes Duell zu gewinnen.
Fotos: Mike Hofmann